27.10.2016 Räucherfisch

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Tatort: Arturs Fincaland mit 2 Wohnwagen, Vorzelt, viel viel Land und keine Nachbarn, ein ökologisches Klo, keine Parkplatzprobleme und reichlich Platz.  40 Seniorinnen und Senioren, (ca. 2400 bis 2800 Jahre Lebenserfahrung), 1 Jugendlicher (der naturgemäß den Altersdurchschnitt brutal gedrückt hat), 2 ältere Hundedamen, ca. 35 geräucherte Forellen, ebenso viele geräucherte Makrelen, ein Salatbüffet und zum Kaffee Kuchen und Torten. Wein, Bier, Säfte, Wasser, Cola, Kaffee, alles was die Augen und das Herz begehrt.
Artur und Räuchermeister Dirk mit Küchenboy Kilian hatten die Fische schon fertig geräuchert, als wir um 12 Uhr ankamen. Tische und Stühle und Pavillons standen auch schon fertig gedeckt.
Darüber volle Sonne, Sonnenschutz und ein wunderschöner Johannisbrotbaum, darunter Tische, Stühle, Sessel und Menschen die geniessen, was sie geniessen können.
Ein Miteinander geprägt durch Zuhöhren, Erzählen können was einem wichtig erscheint, lockeres Plaudern, Lachen, aber auch das Mitteilen von Sorgen, Teilen der Erlebnisse beim Verlust des Ehepartners, Freuden und Verletzungen im zwischenmenschlichen Umgang, also der ganz normale tägliche Wahnsinn.
Was ist hier anders als der ganz ganz normale Wahnsinn? Ein Gefühl des: „Hier kann ich sein mit meinen Schwächen und Merkwürdigkeiten.
Artur, er ist ja unser Pastor hier vor Ort,  hat das Sagen und er hat etwas zu sagen!
Er sagt Gottes Wort so, dass es auch noch für den nächsten Tag und die nächste Woche reicht um für den Alltag Impulse zu geben.
Dieses mal sprach Artur über die Samariterin am Jakobsbrunnen. Er führte sehr eindrucksvoll die Lebenssituation der Samariterin vor.
Wasser, was ich nur einmal trinken muss und dann nie wieder Durst bekomme! Gibt es denn  so etwas? Bügelfreie Hemden, fleckenfreie Tischdecken, die Werbung verspricht uns das  — die Frau am Jakobsbrunnen denkt auch ganz praktisch… keine Verachtung mehr spüren müssen von den Mitmenschen, nicht mehr in der Mittagshitze raus zum Brunnen um den „Guten“ aus dem Weg zu gehen. Die Samariterin hat erkannt, dass Jesus ihr neues Leben schenken will. Dies sind nur einige Denkanstösse aus Arturs Andacht. Wie immer kam auch der Gesang nicht zu kurz.
Beeindruckend ist immer wieder, wie schnell wir mit vereinten Kräften alles wieder abgebaut haben, alle Tische, Stühle, Pavillons, Geschirr und natürlich jede Menge Müll .
Wir können mit Dank daran denken, mit wieviel Mühe und Einsatz „Arturs Finca“ zu einem Treffpunkt für diese Gemeinde geworden ist, in dem zwangloses Miteinander gelebt werden kann.                                                                                                                                                                 
Karlheinz und Brigitte Losen

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